Seit geraumer Zeit haben wir nun schon den Wunsch ein eigenes Haus zu bewohnen. Da wir mittlerweile Nachwuchs bekommen haben und ich mein Büro in Rheinbach nur befristet gemietet habe, war eines Tages klar: Unsere 2-Zimmer Wohnung wird nicht mehr lange ausreichen.
Am besten wäre eine Lösung die Wohnen und Arbeiten verbindet.
Das ist leider nicht so einfach wie man denkt und so stellten wir schnell fest, dass ein fertiges Haus für uns nicht in Frage kommt. Wir fingen also an, uns nach einem geeigneten Grundstück und dem dazu passenden Haus umzusehen. Massiv bauen wollten wir eigentlich nicht, da dies laut vielen Freunden und Bekannten mit unglaublichen Stress und Ärger verbunden ist und man sich um alles selber kümmern muss. Ein Fertighaus hingegen wird innerhalb kürzester Zeit schlüsselfertig aufgebaut. Und alles aus einer Hand!
Also haben wir fast jeden Musterhauspark innerhalb Deutschlands besucht und hatten nach einigen Wochen einen ca. 1 Meter hohen Stapel mit Prospekten und Infobroschüren in unserer Wohnung liegen. Zur Inspiration und Ideenfindung war das definitiv vorteilhaft, da man schnell rausgefunden hat, was einem gefällt bzw. nicht gefällt. Leider war kaum eins der Fertighäuser für Wohnen UND Arbeiten ausgelegt. Wenn mal ein Arbeitszimmer vorhanden war, dann war dieses oft nicht größer als 10 qm. Für einen Selbständigen der im besten Fall dort sein gesamtes Leben verbringt also undenkbar.
Vorbei war also der Traum, sich einfach ein „perfektes“ Haus auszuwählen und es dann innerhalb von 1-2 Tagen auf dem eigenen Grundstück hochzuziehen. Natürlich bieten alle großen Fertighausfirmen auch eine Individualplanung an, jedoch sitzen die meisten Firmen hunderte von Kilometern entfernt und man hat unzählige Ansprechpartner. Wenn man ein „Haus von der Stange“ kauft ist das kein Problem aber bei einer komplett individuellen Planung kann das, aus eigener Erfahrung , mit unter sehr kompliziert werden. Außerdem gehen die am Anfang noch verlockenden Preise eines Fertighauses bei einer Individualplanung schnell in ungeahnte Höhen (!).
Ein für uns passendes Grundstück haben wir relativ schnell gefunden – leider etwas zu schnell, wie sich später herausstellen wird. Zuerst haben wir uns, in einem noch nicht mal 50 Meter von unserer jetzigen Wohnung entfernten, Neubaugebiet umgesehen. Die Lage etc. wäre für uns perfekt gewesen. Doch wir haben uns wohl etwas zu lange Zeit gelassen, denn die schönen Grundstücke waren entweder schon alle Verkauft oder von Privat. So auch die besten Grundstücke mit Süd-Lage und Fernblick. Lediglich ein paar Grundstücke direkt hinter einem Lärmschutzwall waren noch zu haben (warum wohl…). Schade!
Die Suche ging also weiter und nach einigen Grundstücksbesichtigungen im Umkreis sind wir auf ein schönes Grundstück im benachbarten Meckenheim gestoßen. Nach einigen Überlegungen stand unsere Entscheidung fest:
Wir nehmen das Grundstück!
Jetzt hatten wir also schon mal eine „Grundbasis“ auf der wir aufbauen konnten. Wir wussten wie groß unser Baufenster ist und was wir bauen dürfen oder eben auch nicht. Das NICHT hat sich hier im Nachhinein leider als großes Problem erwiesen. Da auf dem Grundstück ein Einfamilienhaus mit max. 1,5 Geschossen gebaut werden darf, haben wir beschlossen mein zukünftiges Büro in den Keller zu verlegen. Für ausreichend Licht in den Räumen wollten wir dann eine schöne Abböschung anlegen.
Die Hausplanung konnte jetzt also beginnen und wir besorgten uns ein günstiges Planungsprogramm um unsere mittlerweile konkreteren Vorstellungen den Fertighausfirmen zu visualisieren und so auch verbindliche Preise einholen zu können. Wir nahmen uns aus den ganzen Prospekten die besten Ideen heraus und nach langem (!) “Rumgebastel” hatte wir dann auch endlich unser Traumhaus erstellt.
Mit den entstanden Hausplänen kontaktierten wir nun einige Fertighausfirmen, die uns bei den Besichtigungen positiv aufgefallen waren. Die Preise die wir dann bekamen hatten nicht mehr allzu viel mit den typisch günstigen Fertighauspreisen zu tun. Da hätten wir zum gleichen Preis (oder sogar günstiger) auch direkt „Stein auf Stein“ bauen können. Zudem tauchten auch immer wieder neue Probleme mit der Umsetzung unseres Vorhabens in Bezug auf den Bebauungsplan auf. Wir können hier nur jedem zukünftigen Bauherren raten sich genau zu überlegen, ob der Bebauungsplan zu 100% den späteren Anforderungen entspricht. Als Leihe ist das am Anfang gar nicht so leicht zu verstehen, was mit den ganzen Zahlen und Symbolen gemeint ist. Nur als Beispiel: Durch das vorgegebene Baufenster war es uns nicht möglich die geplante Abböschung zu den Kellerfenstern so großzügig zu gestalten, dass auch nur annähernd genung Licht in das geplante Büro kommt. Wir hätten lediglich Platz für einen kleinen Lichtschacht gehabt. Das ist aber nur einer von ungefähr 20 Punkten bei denen es Probleme gab. Auch, dass wir das Büro als zweite Wohneinheit bauen lassen wollten ging nicht ohne ein umständliches Genehmigungsverfahren. Es kam eins zum anderen und so langsam waren wir von der ganzen „Verbiegerei“ total entnervt. Hätten wir uns darüber doch vorher mal mehr Gedanken gemacht. Jetzt wäre es super gewesen, wenn wir statt den max. 1,5 Geschossen doch 2 Vollgeschosse hätten bauen dürften. Denn dann könnte man das Büro einfach ins Erdgeschoss bauen und nicht in ein dunkles Kellerloch. Naja…lange Rede kurzer Sinn: Es war alles schon sehr frustrierend, da wir eigentlich dachten, dass wir jetzt „individuell“ bauen könnten. Besonders der Gedanke, dass man so viel Geld in die Hand nimmt und dann am Ende doch nicht genau das hat was man eigentlich will. Nach langem überlegen und viel Planerei, auch von Seiten der Fertighausfirmen, haben wir tatsächlich anfangen den Gedanken zu hegen das Grundstück wieder zu verkaufen. Denn wenn das Haus einmal steht, kann man es nicht mehr Rückgängig machen und ärgert sich später sein ganzes Leben. Total frustriert von der ganzen sinnlosen Arbeit stellten wir unser „schönes“ Grundstück dann zum Verkauf ins Internet. Der Traum vom eigenen Haus war also erst mal gestorben.
Einige Wochen später dann der glückliche Zufall. Wir gingen in dem Neubaugebiet neben unserer Wohnung wie so öfters spazieren und siehe da, auf einem der von uns damals favorisierten Grundstücke stand ein Schild: „Von Privat zu verkaufen“. Wir waren direkt hin und weg und riefen noch am gleichen Abend den Besitzer des Grundstücks an. Es war tatsächlich noch zu haben und nach Einsicht der Bebauungspläne waren wir restlos überzeugt: 2 Vollgeschosse möglich, bis zu 3 Wohneinheiten und, und, und. Es war einfach perfekt. Nur leider hatten wir noch das alte Grundstück an der Backe und bevor wir das nicht verkauft ist wird aus dem neuen Grundstück leider auch nichts. So ließen wir uns das Grundstück erst mal gegen eine Gebühr, für zwei Wochen reservieren. Alles in der Hoffnung, dass wir unser altes Grundstück schnell verkauft bekommen.
Eins Abends bekam ich dann eine E-Mail-Anfrage zu meiner Grundstücksanzeige im Internet. Es war ein Herr Berger, der sich im Kundenauftrag für unser Grundstück interessierte. Wir haben am gleichen Abend noch telefoniert und bei dem langen Gespräch stellte sich heraus, dass Herr Berger für die in Bonn und Koblenz ansässige Massivhausfirma ARTOS arbeitet. Ich erzählte ihm von unserer Pleite mit dem alten Grundstück und der ganzen sinnlosen Planerei. Herr Berger war direkt ganz Ohr, als er hörte, dass wir noch ein Bauvorhaben vor uns haben und gab uns viele hilfreiche Tipps und Anregungen. Am Ende unseres Gesprächs verlieben wir so, dass uns die Firma ARTOS ein unverbindliches Angebot erstellt, sobald wir ein neues Grundstück haben.
Und wir hatten Glück! Das alte Grundstück wurde in den nächsten Wochen verkauft und dem neuen Grundstück stand nichts mehr im Wege. Wir handelten schnell und konnten es so innerhalb weniger Tage unser Eigen nennen. Diesmal waren wir uns wirklich sicher! Das perfekte Grundstück haben wir schon mal, auch wenn es am Ende lange gedauert hat… Aber besser zu spät als NIE! Die Entscheidung das alte Grundstück wieder zu verkaufen war doch die richtige gewesen.
Natürlich ging jetzt wieder alles von vorne los. Neues Grundstück… neues Haus.
Mit unserem Programm planten wir das Haus, wie von Anfang an erträumt mit 2 Vollgeschossen und meinem Büro im Erdgeschoss. Mit diesen Plänen kontaktierten wir dann Herrn Berger von der Firma ARTOS. Alles was dann geschah war mehr als positiv.
Innerhalb der nächsten Wochen erstellte uns die Firma ARTOS auf Grundlage unserer Pläne ein Angebot von dem sich so manche andere Firma etwas abschneiden kann. Alleine die vom ARTOS-Architekten Herrn Nees erstellten 3D-Ansichten des Hauses waren einfach super! Und der Preis war trotz der Massivbauweise noch günstiger als bei vielen anderen Fertighausfirmen. Wir fühlten uns bei ARTOS und insbesondere bei Herrn Berger seit der ersten Minute sehr gut aufgehoben. An dieser Stelle auch nochmal ein ausdrückliches Lob an Herrn Berger, der sich im Vorfeld so viele Stunden für uns und unsere Wünsche Zeit genommen hat. Die ganze Fima ARTOS hat im Vorfeld (vor der finalen Unterschrift) so viel Vorarbeit geleistet, dass es einem manchmal schon fast unangenehm war. Von den persönlichen Gesprächen, über die Kundenhaus-Besichtigungen bis hin zu der nun fast 6 monatigen Hausplanung.
Die Entscheidung war somit klar gefallen:
Wir werden unser Haus mit ARTOS bauen!
Am 21.09.2009 war es dann endlich soweit … Wir haben den Werkvertrag bei ARTOS in Bonn unterschrieben und können den Beginn unseres Bauvorhabens nun kaum noch abwarten.
Wie es mit unserem Haus weitergeht erfahren Sie ab jetzt regelmäßig auf dieser Website in der Rubrik „Bautagebuch“.
Und nun viel Spaß beim Stöbern!
Christian und Sabine
PS: Infos über die ARTOS Planen und Bauen GmbH finden Sie HIER.